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Hypnos und Tyr in Norwegen
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Tag 5 – Nordfjord Folkemuseum
Neuer Tag, neues Glück. Und wieder fahren wir nach Sandane um das Nordfjord Folkemuseum (Nordfjord Volkskundemuseum) zu besuchen. Diesmal ist das Museum sogar geöffnet…welch Wunder!
Das Museum ist unterteilt in einen großen, sehr schön und mit viel Liebe angelegten Freilichtteil, eine kleine Dauerausstellung sowie wechselnde Ausstellungen im Innern. Als wir das Museum besuchen, findet gerade eine Fotoausstellung „Norwegen früher und heute“ statt. Dabei sind alte Bilder (zum Teil weit über 100 Jahre alt) neuen Bildern, die genau von der gleichen Stelle aus gemacht wurden, gegenübergestellt. Das sind teilweise schon sehr extreme Unterschiede. Was auch sehr verwundert, (da man als Tourist Norwegen eher als waldreiches Land im Kopf hat), ist, daß die Landschaft früher durch intensiven Holzeinschlag sehr viel kahler als heute war.
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In der kleinen Dauerausstellung sind Boote, Möbel und Gebrauchsgegenstände der vergangenen Jahrhunderte ausgestellt, ein kompletter „Tante-Emma-Laden“ aufgebaut und es gibt uralte Rezepte und Bücher zu bewundern. An den Wänden hängen Fotos, die den Alltag in Norwegen vor 100 Jahren dokumentieren, vor allem Jagd-, Fischfang- und Schlachtszenen.
Für die Freilichtausstellung händigt man uns am Eingang Infohefte in deutscher Sprache aus; deshalb: In norwegischen Museen immer seine Muttersprache nennen, meistens bekommt man dann Infomaterial in derselben. In der Freilichtausstellung sind verschiedene alte norwegische Bauten zu sehen – wild durcheinander gewürfelt und doch in einer Art Dorf aufgebaut. Es gibt alte Bäckereien, Wohnhäuser, Stallungen und Scheunen; das älteste Gebäude stammt aus dem 16. Jahrhundert und besitzt noch keine Fenster.
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Eine alte Schmiede dagegen wurde bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts benutzt. Man kann in nahezu alle Gebäude hereinsehen oder -gehen, und in vielen sind für das jeweilige Gebäude typische Gerätschaften und Gebrauchsgegenstände zu sehen. So ist z.B. die Schule komplett ausgestattet (sogar mit altem Stundenplan!) und einige Wohnhäuser sind so gut ausgestattet, daß man sofort einziehen könnte. Das Museum liegt an einem Hang etwas außerhalb der Stadt und man hat es verstanden, die Topographie optimal zu nutzen. An dem Bach, der durch das Gelände führt, wird gerade eine alte Mühle aufgebaut und auf dem höchsten Punkt des Areals stehen zwei Almhütten.
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Ebenfalls innerhalb des Museumsgeländes liegt der schöne Trollfossen (Trollwasserfall, Zauberwasserfall) dessen Wasser sich wie ein Schleier über die Felsen legt. Das Museum ist sehr informativ, neben den vielen Informationen, die es im Begleitheft zu jedem Gebäude gibt, sind unterwegs immer wieder Hinweistafeln aufgestellt, die, teils nur auf Norwegisch, teils auch auf Englisch, weitere Informationen liefern.
Ebenfalls zum Museum gehört ein Schiff, das am Gloppefjorden liegt und zu dem man extra fahren muß, was wir aber irgendwie vergessen und deshalb das Schiff leider nicht sehen.
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Nachmittags versucht Hypnos mal wieder - erfolglos – zu angeln. Während ich eine kleine Wanderung zum Nachbarort Tistam unternehme, bekommt er gerade mal einen großen Seestern zu Gesicht. Da bin ich auf meiner Wanderung doch erfolgreicher. Ich wandere durch das recht sumpfige Waldstück zwischen Juv und Tistam, immer der Hochspannungsleitung nach (denn die muß zwangsweise früher oder später zur Zivilisation führen). In Tistam treffe ich Hypnos verzweifelt derweil an der aquatischen Welt.
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„Die schwimmen hier überall ’rum. Aber keiner beißt an. Die verarschen mich nur!“ Irgendwann wirft er dann das Handtuch bzw. die Angelrute. Ich wage mich ins recht kühle Naß des Fjordes und begebe mich auf „Seesternjagd“. Denn heute ist der einzige windstille Tag des ganzen Urlaubs. Durch das klare Wasser kann man viele Seesterne und kleine rosa Quallen sehen. Wäre es nicht schon so spät, würden wir noch schwimmen gehen – trotz des kalten Wassers. Doch es ist schon 8 Uhr abends und wird allmählich etwas frischer. Außerdem sollte man ja auch irgendwann am Tag noch was essen. Nach dem Essen fahren Hypnos und ich mit unserem Boot raus auf den Fjord, wo ich ihn dann stundenlang herumrudern darf, bis die Sonne untergegangen ist. Gefangen hat er aber immer noch nichts.
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