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Hypnos und Tyr in Norwegen
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Abreise
An unserem letzten Tag machen wir so gut wie nichts. Nur kleine Spaziergänge in der näheren Umgebung. Schließlich müssen wir
noch packen, das Haus auf Vordermann bringen und putzen. Das hätten wir uns aber sparen können, denn unsere Vermieterin gibt
uns die Kaution ungesehen zurück. Aber wir sind ja gar nicht so.
Eigentlich hätte ich ja gerne noch mal unsere Almhütte Juvalm besucht, aber irgendwie bin ich einfach nicht dazu
gekommen. Das finde ich immer noch sehr schade. Aber was will man machen? |
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Am nächsten Morgen machen wir uns früh um sieben auf den Nachhauseweg. Jetzt sehen wir auch die herrliche norwegische
Landschaft, durch die wir auf dem Hinweg im Halbdunkel gefahren sind. Wie immer muß man aufpassen, dass man nicht zu weit am
Straßenrand fährt. Denn norwegische Schafe (die ja alle frei herumlaufen) haben offenbar eine besondere Vorliebe beim
Schlafen entwickelt: Der Körper im weichen Gras, die Beine (und oft auch der Kopf) auf der Straße. Gute Nacht! Die lustigen
Tiere gehen auch ohne jede Scheu einfach über die Straße, wann immer es ihnen paßt. Daher: Langsam machen, sobald man ein
Schaf sieht! |
Natürlich ist heute, am Tag unserer Abfahrt, das schönste Wetter. Die Sonne strahlt vom blauen Himmel und es ist absolut
windstill, nicht die kleinste Welle ist auf dem Fjord zu sehen. Heute könnte man gut rudern! Naja, immerhin haben wir das
schöne Wetter eingepackt und mit nach Deutschland gebracht, was uns 2 Monate Hitze beschert hat. Und uns bleibt immer noch
der Trost, dass in den letzten beiden Wochen zu Hause noch viel schlechteres Wetter herrschte als hier.
Wir überqueren das Strynefjell, auf dem immer noch Schnee liegt und fahren in Lom an Skifahrergruppen vorbei,
die auf dem Jostedalsbreen das ganze Jahr über fahren können. An einem wunderschön gelegenen See in der Nähe des
Flusses Otta machen wir kurz Rast und fahren dann weiter nach Oslo. |
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Unterwegs merken wir dann, dass wir es irgendwie geschafft haben, zwei Stunden schneller als auf dem Hinweg zu sein.
Allerdings kann man in zwei Stunden in Oslo sicher nicht viel sehen und parken ist dort auch sehr teuer. Daher
beschließen wir, auf einem Parkplatz vor den Toren von Oslo noch zwei Stunden zu warten. Die anschließende Fahrt zum
Fähranleger gestaltet sich jedoch nicht so einfach, wie zunächst gedacht. „Fahren sie auf der E6 nach Oslo und folgen sie
dann der Beschilderung zum Fähranleger!“ Leichter gesagt als getan, denn auf einmal fahren wir wieder aus Oslo heraus.
Ohne ein einziges Schild gesehen zu haben. Zum ersten Mal ist jetzt das unsägliche Navigationsgerät von Nutzen und bringt uns
auf abenteuerlichsten Wegen durch Oslo zum Hafen. Und siehe da: Kaum kann man den Fähranleger sehen, ist er auch schon
ausgeschildert. Dort angekommen, dürfen wir erstmal auf die Fähre warten. Die kommt zwar pünktlich, aber das Ausladen dauert
eine Stunde länger als geplant, so dass wir auch eine Stunde später losfahren. |
Um ca. 19:00 Uhr legt die Fähre ab. Wir stehen an Deck und genießen die Fahrt durch den abendlichen Oslofjord. Für
mich ist es das erste Mal bei schönem Wetter. Später versuchen wir, auf dem Schiff noch etwas Eß- und auch Bezahlbares
aufzutreiben und fallen abends müde in unsere Kojen. In der Nacht werden wir dann jäh aus dem Schlaf gerissen, als unsere
Mitfahrerin die Toilette besucht. Denn auf Schiffen werden Vakuumtoiletten verwendet. Und die sind – laut. Vor allem nachts.
Am nächsten Morgen um 6:00 Uhr kommen wir in Fredrikshavn an und machen uns auf die letzte Etappe unserer Heimreise,
die weitgehend ereignislos verläuft. |
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