|
Hypnos und Tyr in Norwegen
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
6 |
7 |
8 |
9 |
10 |
11
Tag 9 - Drageset
In unserer wunderbar mit allem möglichen ausgestatteten Hütte hat sich auch ein Wanderführer für die hiesige Region gefunden.
Natürlich auf Norwegisch, aber das stört mich ja nicht. Für heute haben wir uns eine Route ausgesucht, die in unserer Nähe
liegt und nicht allzu schwer ist. |
 |
 |
Wir wandern auf dem Berg, der dem unseren gegenüber liegt, auf der anderen Seite der Bucht. Ziemlich bald merken wir jedoch,
daß die Karte in dem Buch (bzw. das Luftbild) mit der Wirklichkeit nicht mehr so ganz übereinstimmt. Macht aber nix, wandern
wir eben einfach drauflos. Wir überqueren einige Bäche und treffen ein paar Schafe, die hier frei herumlaufen und Kuhglocken,
pardon, Schafsglocken tragen. Allerdings sind die Tiere sehr mißtrauisch, schleichen sich langsam an uns heran, um dann
todesmutig mit Meckern und Glockengebimmel an uns vorbeizugaloppieren.
|
Weiter oben merken wir dann, daß wir nicht die einzigen sind, die den Wanderweg nutzen wollen. Im Winter muß man den Pfad mit
einem Bach teilen. Das meistern wir jedoch problemlos. Interessanter wird es, als wir einen Bachlauf überqueren müssen, der
auf steilen, glatten Felsen ins Tal stürzt. Springen oder nasse Füße und eventuell hineinfallen, das ist hier die Frage.
|
 |
 |
Immer weiter arbeiten wir uns den Berg hinauf, uns immer um die tausenden von Ameisenhaufen, die es hier gibt,
herumschlängelnd. Ich habe noch nie so viele Ameisenhaufen auf einmal gesehen! Wirklich alle 10 m ist ein Haufen, und nicht
so kleine wie bei uns, sondern die erreichen schon mal locker 70, 80 cm Höhe. Wir gelangen bald auf eine Lichtung (dem
Drageset), auf der es sehr sumpfig ist, von der man dafür aber eine fantastische Aussicht auf den Innvikfjord,
unseren Hausberg und unseren Hof Juv hat. Den weiterführenden Weg von hier aus oder Hinweise darauf finden wir leider
nicht. Wir finden einfach nichts, außer einigen süßen, durch das Gras hüpfenden Fröschen in allen Schattierungen von braun
bis grau. |
Zum ersten Mal hat Hypnos nichts am Wandern auszusetzen, und ich bin schon völlig aus dem Häuschen, da meinen unsere lustigen
Begleiter: „Wir gehen jetzt heim. Man sieht ja keinen Weg mehr!“ Und da wir auf die beiden, bzw. ihren Wagen, angewiesen sind
(denn vom Parkplatz bis nach Hause sind es noch stramme 11 km), können wir auch nicht alleine weiter wandern. Denn dort oben
ist es wirklich schön. So müssen wir dann mit zurück. Schade. |
 |
|