Sherlock Holmes
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Genre: Action, Adventure, Crime
Erschienen: 28.1.2010
Regie: Guy Ritchie
Screenplay: Michael Robert Johnson, Anthony Peckham
Cast:Robert Downey Jr. [Sherlock Holmes]
Jude Law [Dr. John Watson]
Rachel McAdams [Irene Adler]
Mark Strong [Lord Blackwood]
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Mit Sherlock Holmes verbinden die meisten wohl einen Mann im fortgeschrittenen Alter, bewaffnet mit Hut und Pfeife, an seiner Seite der treue Watson. In gewissem Maße dürfte das auch auf die Verfilmung von Guy Ritchie zutreffen, aber irgendwie wieder auch nicht. Aber fangen wir von vorne an.
Sherlock Holmes und sein Partner Watson lösen immer wieder Kriminalfälle auf, ihr letzter Fall brachte den mutmaßlichen Schwarzmagier Lord Blackwood zuerst ins Gefängnis und dann an den Galgen. Watson will nun nach erledigter Arbeit endlich seine Freundin heiraten und in eine eigene Wohnung ziehen, da erreicht die beiden die Nachricht das Lord Blackwood aus dem Grab zurückgekehrt ist.
Guy Ritchie. Manche bezeichnen ihn gerne als Kassengift. Wieder andere sind davon überzeugt das er sehr gute, aber kleine Filme in Richtung Independent-Kino macht. Sherlock Holmes ist mit Sicherheit sein kommerziellster Film. Dennoch hat Guy Ritchie einen sehr eigenwilligen, sauberen und detailorientierten Stil, der sich auch bei Sherlock Holmes durchgesetzt hat. Mittlerweile ist es ja durchaus erwähnenswert wenn die Kamerafürhung in einem Film keine Migräne verursacht, Ritchie hat anscheinend also keinen Deal mit der Pharmaindustrie geschlossen. Zwar bringt der Film von sich aus ein ordentliches Tempo mit, nimmt sich aber gleichzeitig die nötige Zeit heraus um Erklärungen zu liefern, so diese denn nötig sind.
Auch visuell hat der Film sonst so einiges zu bieten. Der Zuschauer bekommt ein wunderbar düsteres London zu sehen, ähnlich stimmig wie es schon Tim Burton in "Sweeney Todd" präsentierte. Die Kulissen sind stimmig gewählt, vor allem die Tower Bridge fällt hier auf. Klar, gesehen hat man sie in Filmen schon häufiger, aber hier wird sie tatsächlich auch "benutzt".
In diesen stylischen Kulissen hat man nun ein paar außerordentlich talentierte Schauspieler ausgesetzt, allen vorran Robert Downey Jr.. In der Vergangenheit kein Kind von Traurigkeit gewesen, hatten viele Regisseure ein Problem damit ihm überhaupt irgendwelche Rollen zu geben. Dank "Iron Man" hat sich das anscheinend nun geändert. Mit der gleichen Genialität mit der Johnny Depp vor einer Weile Captain Jack Sparrow Leben eingehaucht hat liefert Downey hier einen Charakter mit unglaublicher Präsenz ab. Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und behaupte das Robert Downey Jr. zu den talentiertesten Schauspielern gehört die sich derzeit im Kino herumtreiben. Ihm zur Seite steht Jude Law als Watson, und er steht ihm in nichts nach. Aber erst zusammen entfalten die beiden eine grandiose Chemie, es macht einfach Spaß den beiden zuzusehen wie sie sich die teilweise sehr bissigen Kommentare gegenseitig zuwerfen. Mark Strong liefert einen soliden Antagonisten ab, Rachel McAdams holt aus ihrer nicht besonders gut geschriebenen Figur das Beste heraus. Auch die Nebenrollen sind gut besetzt.
Storymäßig lässt sich Sherlock Holmes nichts nehmen und überzeugt mit Vielschichtigkeit. Der Zuschauer bekommt einen spannenden, etwas übersinnlichen Fall vorgesetzt und kann seine Freude damit haben wie Holmes diesen löst.
Die Musik kommt von Hans Zimmer und in somit altbewährter Qualität daher. Erfreulich: das ist der erste Film seit langem der Musik von Zimmer hat, und es ist mir im Kino nicht sofort aufgefallen.
Zusammenfassend ist die Wiederbelebung von Sherlock Holmes durchaus geglückt. Wer einen humorvollen, temporeichen Film mit intelligenten Charakteren und Dialogen sucht ist hier gut aufgehoben.
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1891 stoppt Sherlock Holmes zusammen mit seinem Gehilfen Watson Lord Blackwood, der im Begriff war seinen fünften Mord zu begehen. Kurz vor seiner Exekution erklärt Blackwood Holmes das der Tod ihn nicht aufhalten kann und das er weitermorden wird und Holmes ihn nicht aufhalten kann. Kurze Zeit später taucht Irene Adler bei Holmes auf und beauftragt ihn damit einen Kleinwüchsigen Mann namens Reordan zu finden. Dieser taucht auch schnell auf, und zwar im Sarg von Lord Blackwood, dieser hat anscheinend sein Grab recht lebendig verlassen.
Holmes wird zum Tempel der vier Orden, einem der Freimaurer ähnlichem Orden gebracht, diese bitten ihn Blackwood zu stoppen. Einige Ordensmitglieder verfolgen jedoch eigene Pläne. Schließlich findet Holmes heraus das sie planen das Englische Parlament auszulöschen und überdies auch die Herrschaft über Amerika erlangen wollen. In letzter Minute schaffen Holmes, Watson und Adler es das Parlament zu retten und es kommt zum Showdown auf der im Bau befindlichen Tower Bridge. Später eröffnet Irene Adler Holmes das sie ihren Auftrag von einem gewissen Professor Moriarty erhalten hat. Holmes lenkt seine Aufmerksamkeit nun auf diesen Professor.
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[8 von 10]
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Autor: Aure (07.03.2010)
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