Saw V
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Genre: Psychothriller Horror
Erschienen: 15.01.2009
Regie: David Hackl
Screenplay: Patrick Melton, Marcus Dunstan
Cast:Tobin Bell [Jigsaw / John]
Costas Mandylor [Mark Hoffman]
Scott Patterson [Agent Strahm]
Betsy Russell [Jill]
Julie Benz [Brit]
wichtige Links:
offizielle Homepage Trailer IMDB kAoSKrEw-Preview
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Ich möchte ein Spiel mit ihnen spielen...
An Helloween 2008 erschien in den USA der bereits fünfte Teil des erfolgreichen Horror-Franchise SAW und damit den bisherigen Ankündigungen zufolge der vorletzte. Obwohl der Bilderbuchbösewicht Jigsaw, um dessen moralische Morde sich die Serie dreht, bereits am Ende des zweiten Teiles gestorben ist, konnten die diversen Drehbuchautoren den Nachfolgern noch genug Stoff verpassen, um die Cashcow weiterzumelken. Beim ständigen Wechsel von Autoren und Regisseuren gab es auch durchaus spürbare Schwankungen in Sachen Härtegrad und Verständlichkeit.
Während man mit dem dritten Teil den bisher deutlichen Höhepunkt an ekelhaften Gewaltdarstellungen zelebriert hatte, der wirklich selbst für viele Gore- und Splatterliebhaber die Schmerzgrenze erreicht oder sogar überschritten hatte, wurden die Zügel danach deutlich angezogen und das Blutspritzen im aktuellen Teil sogar auf zwei Szenen begrenzt, von denen eine eine Homage an das Pendel aus einer Geschichte von Edgar Allen Poe ist und die andere eine clichéehafte und überzeichnete Begegnung zwischen einer Kreissäge und einer Hand, beziehungsweise zwei Kreissägen und zwei Händen.
In Sachen Story legt man allerdings einen Zahn zu, was im Prinzip bei jedem neuen Teil notwendig ist, denn man will ja versuchen die Konsistenz zu wahren. Das funktioniert auch, wenn auch auf Kosten der Verständlichkeit. Der Film besteht aus mehreren Handlungsträngen, deren zeitlicher Ablauf aber, wie auch bei den vorigen Teilen, immer wieder Rätsel aufgibt. Während einerseits, ähnlich dem zweiten Teil, eine Gruppe von Opfern eine Reihe von Fallen gemeinsam überstehen muss, ist ein Agent des FBI dem Nachfolger Jigsaws auf der Spur. Während er die Entstehung der gefundenen Fallen und die 'Ausbildung' des Nachfolgers von Jigsaw rekonstruiert werden all diese Situation in Rückblenden erzählt, die allerdings leider nie wirklich als solche gekennzeichnet sind, wodurch man schnell den Überblick verliert und nicht mehr zwischen Gegenwart, Vergangenheit oder Flashbacks in der Vergangenheit unterscheiden kann.
Immerhin, während man bei der Story nicht über oberflächliche Logikfehler stolpert, so sticht die unglaubliche Dämlichkeit der Opfer doch ins Auge, ohne die die Fallen wohl kaum so gut funktionieren würden, denn sonderlich einfallsreich sind diese in Saw V nicht. Dass ist dann die nächste Parallele zu Saw II, bei dem ebenfalls die Schwäche der Darsteller und der Dialoge in der kompletten Serie bisher am schlimmsten aufgefallen ist, so viel unnötig und unangebracht rumgeflucht und geschimpft wurde bisher wirklich nur dort. Insgesamt kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass man mal wieder krampfhaft versucht über einen rüden und aggressiven Umgangston, sowie einen unglaublich lässigen Schnitt zwischen den Szenen so cool rüberzukommen wie möglich. Der Besuch im Kino zeigt dann auch, welche Zielgruppe sich davon angesprochen fühlt...
Dass die Opfer von Jigsaws Spielchen nicht zu schlau sein dürfen, damit sie auch schön dahin gemetzelt werden können, liegt auf der Hand. Schade nur, dass auch die beiden eigentlich schlauen Köpfe von FBI und Polizei in Form von Agent Strahm, gespielt von Scott Patterson, und Detective Hoffmann, wiederum dargestellt durch Costas Mandylor, selten farblos und austauschbar wirken. Das geht soweit, dass die Verwirrung in diversen Szenen neben den Zeitsprüngen noch zunimmt, da man die beiden Beamten kaum auseinanderhalten kann. Wie gut, dass wenigstens einer von den Beiden draufgeht...
Saw V erstaunt durch den geringen Gorelevel und dadurch, dass die Handlung tatsächlich noch aufgeht. Leider aber auch, weil eines der Markenzeichen der Serie gänzlich fehlt, der berühmte Totaltwist kurz vor Schluß, der das Verständnis des Filmes nochmal total durch den Fleischwolf dreht. Ebenso sucht man den bisherigen Einfallsreichtum beim Design der Fallen, so morbide und krank sie auch gewesen sein mögen. Da bleibt nicht mehr viel übrig. Wer die anderen Teile der Saw Serie nicht kennt, wird mit dem fünften Teil rein gar nichts anfangen können. Die Fans der Serie, die noch bis zum vierten Teil mitgezogen haben, werden sich in zwei Lager spalten. Die einen werden jetzt dann doch die Begeisterung verlieren, da die Serie den Biss verloren hat. Wer sich allerdings für die Geschichte Jigsaws interessiert, die Hintergründe und Zusammenhänge verstehen will, der wird auch dem fünften Teil etwas abgewinnen können.
Es gibt da so einen Spruch, der bisher in jedem Teil der Serie von einem der Bösen geäußert wurde. In Saw V zum ersten Mal nicht. Na, dann holen wir das mal hier nach:
Game Over!
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[4 von 10]
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Autor: kAoSKoBoLd (18.01.2009)
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User comments
| Eternity (22.01.2009 um 06:49 Uhr) |
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Laaaaaaaaaahm und laaaaaaangweilig! Also ICH wäre als Opfer glaub ich in manchen Dingen schlauer gewesen .....und nach der ersten guten Szene ganz am Anfang wär man besser mit dem Popcorn nach Hause gegangen...... | | Bewertung: 3 (von 10 Punkten) |
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