Arkona
Goi, Rode, Goi!
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Napalm Records [NPR 307]
(30.10.2009)
Tracklist:01. Goi, Rode, Goi!
02. Yarilo
03. Nevidal
04. Na Moey Zemle
05. Pritcha
06. V Tsepiakh Drevney Tainy
07. Tropoiu Nevedannoi
08. Liki Bessmertnykh Bogov
09. Kold Navi
10. Korochun
11. Pamiat
12. Kupalets
13. Arkona
14. Nebo Hmuroe, Tuchi Mrachniye
Genre: Pagan Metal
Gesamtspielzeit: 79:59
Web: www.arkona-russia.com
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Mastermind Masha Arhipova scheint vor Kreativität nur so zu sprühen. Gerade mal etwas mehr als ein Jahr ist es her, daß Ot Serdca K Nebu veröffentlicht wurde, da kommen Arkona auch schon mit dem nächsten Output daher. Dieser hört auf den für westliche Zungen wesentlicher leichter auszusprechenden Namen Goi, Rode, Goi! und übertrifft den Vorgänger zumindest schon mal in der Länge. Mit 79:59 Minuten geht man an die Grenzen der Kapazitäten einer normalen CD.
Doch auch musikalisch kann man mit Ot Serdca K Nebu mithalten. Mit sanftem Meeresrauschen beginnt die Platte, bevor für Arkona ungewöhnlich harte Gitarren einsetzen und gemeinsam mit den Growls den Titelsong Goi, Rode, Goi! zu einem richtig schönen düsteren Ohrwurm machen. Yarilo wird dagegen von fröhlichen, an Alestorm erinnernden Keyboards begleitet.
Nevidal klingt am Anfang doch etwas nach Sissels Prince Igor, wird dann jedoch sehr schnell eigenständig mit typisch russischen Trademarks. Das wahre Kernstück der Platte ist jedoch Na Moey Zemle. Der Song dauert nicht nur über 15 Minuten, sondern Arkona erhalten auch Unterstützung von vielen befreundeten Bands. So hat etwa Månegarms Sänger Erik Grawsjö einen Einsatz, Heidevolk sind vertreten, genauso wie Menhir. Und alle singen jeweils in ihrer Landessprache, so daß neben Russisch auch Schwedisch, Niederländisch und Deutsch zum Einsatz kommen. Außerdem wurde den Gästen die Freiheit eingeräumt, dem Song auch musikalisch ihren Stempel aufzudrücken. Dennoch wirkt Na Moey Zemle nicht zusammengestückelt, sondern wie eine nie langweilig werdende Einheit. Einfach ein toller Song, bei dem Masha einmal mehr ihre Songwriterqualitäten unter Beweis stellt.
V Tsepiakh Drevney Tainy wird dann nochmal typisch russisch, mit vielen Flöten und herrlich für alle Folk-Fans. Auch Tropoiu Nevedannoi verfügt über schöne Melodien, veredelt mit echten Streichern, geht aber auch ganz schön hart zur Sache. Ein toller Song zum Mitbangen.
Der Rest des Albums fällt dagegen leicht ab. Wobei abfallen vielleicht nicht der richtige Ausdruck ist, da man sich nach wie vor auf sehr hohem Niveau bewegt. Allerdings wird die Scheibe nun doch etwas langatmig. Erst mit Pamiat erscheint wieder ein mitreißender Song. Sehr atmosphärisch ist Kupalets, indem sich Mashas Stimme den Raum nur mit den Drums teilen muß, bis schließlich doch die anderen Instrumente Zutritt erhalten. Mit Nebo Hmuroe, Tuchi Mrachniye klingt das Album sanft, fast schon romantisch aus und mit Vogelzwitschern und leisem Wasserplätschern erinnert man an die Wellen zu Beginn des Albums.
Bei den ersten Hördurchgängen mag man Ot Serdca K Nebu noch mehr als Goi, Rode, Goi!. Doch je öfter man die Scheibe hört und je mehr Details man entdeckt, desto mehr mag man sie. Insgesamt sind Arkona deutlich härter und gitarrenbetonter als noch auf Ot Serdca K Nebu geworden, was der Band jedoch durchaus gut zu Gesicht steht. Dennoch erreicht die Platte aufgrund ihrer stellenweisen Langatmigkeit und da einige Songs nicht ganz auf dem von Arkona gewohnten hohen Niveau liegen, nicht ganz die Qualität der Vorgängerscheibe. Daher gibt es ”nur” 8 Punkte.
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[8 von 10]
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Autor: Tyr (08.11.2009)
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