Alestorm
Black Sails At Midnight
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Napalm Records [NPR 290]
(29.05.2009)
Tracklist:01. The Quest
02. Leviathan
03. That Famous Ol’ Spiced
04. Keelhauled
05. To The End Of Our Days
06. Black Sails At Midnight
07. No Quarter
08. Pirate Song
09. Chronicles Of Vengeance
10. Wolves Of The Sea
Genre: Scottish Pirate Metal
Gesamtspielzeit: 46:19
Web: www.alestorm.net
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In den letzten anderthalb Jahren hat sich einiges getan an Bord der Alestorm. Die Mannschaft hatte zahlreiche Besetzungswechsel zu verzeichnen, was dazu führte, daß jetzt bis auf Gavin Harper doch wieder das Orignal-Lineup an Bord ist. Statt seiner hat ein „irischer Bastard“ namens Gareth Murdock angeheuert, der den Bass übernommen hat, so daß der ehemalige Bassist Dani Evans jetzt zum Gitarrist aufgestiegen ist.
Mit Black Sails At Midnight bringen Alestorm jetzt endlich ihr lange erwartetes neues Album heraus. Nach dem sehr guten Debut Captain Morgan’s Revenge sowie zahlreichen Tourneen im Vorpramm von Týr und Grave Digger, aber auch als Headliner, ist die Fanschar stetig gewachsen und sind die Erwartungen entsprechend hoch. Mit der zwischenzeitlich herausgebrachten EP Leviathan konnten diese auch noch relativ hoch gehalten werden. Auf der letzten Tour im März/April stellte man schon mal mit Keelhauled und That Famous Ol’ Spiced ein paar neue Songs vor und legte die Meßlatte sehr hoch.
Was wir auf Tour zu hören bekamen, war schon mal sehr gut und so wuchsen die Erwartungen stetig weiter. Und so ist man dann etwas enttäuscht, wenn man die Scheibe tatsächlich in Händen hält. Denn die vorgenannten Songs sind zusammen mit den bereits von der EP bekannten Leviathan und Wolves Of The Sea und vielleicht noch The Quest die einzigen wirklich guten Songs der Scheibe. Der Rest verdient eher das Prädikat Lückenfüller, allem voran To The End Of Our Days, das mit seinem nervigen und Ohrenschmerzen auslösenden Keyboardgedudel den Finger schnell zur Skip-Taste führt.
Bemerkenswert ist auch, daß mit Wolves Of The Sea der beste Song der Platte ein Cover ist (nämlich der Beitrag der lettischen Gruppe Pirates Of The Sea zum Eurovison Song Contest 2008). Zugegeben, der Song ist im Original einfach grausam gesungen und erst Alestorm haben dem Song das Gewand verliehen, das er wirklich verdient. Denn er paßt zu den Schotten (und dem Iren; wichtig!) wie der Haken auf den Armstumpf und ist jetzt schon live einer der beliebtesten Songs der Band. Auch wenn ich nach der letzten Tour auf ewig die Stimme von Týrs Heri Joensen vermissen werde.
Positiv ist die Entwicklung von Chris’ Stimme zu verzeichnen, denn der Junge klingt noch versoffener als auf Captain Morgan’s Revenge. Da hat der Alkoholkonsum auf den vergangen Touren sicher das seine dazu beigetragen. Musikalische Veränderungen oder Innovationen sucht man auf dem Album allerdings vergeblich; im Grunde hätten die meisten Songs von Black Sails At Midnight auch auf der Captain Morgan’s Revenge stehen können. Allerdings haben wohl weder die Band noch ihre Fans überhaupt einen solchen Anspruch. Alestorm sollen und wollen Spaß machen und das tun sie auch. Somit ist das Klassenziel in jedem Fall erreicht.
Eigentlich hätte die Scheibe auch einen Pluspunkt für die genialen Voice-Overs von Sänger Chris Bowes verdient, in denen er uns – ähnlich den Warnungen auf Zigarettenpackungen – darauf hinweist, daß Piraterie ein Verbrechen ist. Und für das geniale Artwork mit der betrunkenen Piratenratte. Herrlich. Aber leider, leider kann die Platte kompositorisch nicht mit dem Debüt mithalten. Daher gibt es diese Mal „nur“ 7 Punkte.
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[7 von 10]
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Autor: Tyr (22.05.2009)
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