Depeche Mode
Sounds Of The Universe
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Mute Records [CDSTUMM300]
(17.04.2009)
Tracklist:01. In Chains
02. Hole To Feed
03. Wrong
04. Fragile Tension
05. Little Soul
06. In Sympathy
07. Peace
08. Come Back
09. Spacewalker
10. Perfect
11. Miles Away/The Truth Is
12. Jezebel
13. Corrupt
Genre: Synth Rock / Elektropop
Gesamtspielzeit: 60:51
Web: www.depechemode.com
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Dem schönen 4-Jahres-Rhythmus der letzten Jahre entsprechend veröffentlichen Depeche Mode heuer mittlerweile ihr 12. Studioalbum. Nachdem ich Exiter eher enttäuschend und zu Playing The Angel auch keinen wirklichen Zugang fand, und die Band daher in letzter Zeit aus den Augen verloren habe, bin ich von Sounds Of The Universe mehr als positiv überrascht.
Wie von den Engländern nicht anders zu erwarten, beginnt die Scheibe mit ziemlich schrägen Synthklängen, die fast schon bedrohlich klingen, bevor sie in das sanfte In Chains übergehen. Schon dieser Song erinnert an alte Depeche Mode, wenn er auch etwas sperriger ausfällt. Das poppig-fröhliche Hole To Feed, in dem Dave Gahans Gesang in den Strophen fast schon zum Rap mutiert, führt langsam zum Höhepunkt der Scheibe.
Der kommt ziemlich früh und hört auf den Namen Wrong. Nicht umsonst wurde dieser Song als Vorabsingle ausgewählt und auch mich hat genau dieser Song bewogen, das Album zu kaufen. Einfach nur ein verdammt starker Song in alter Depeche Mode-Manier, der schon nach dem ersten Hören akut ins Ohr geht. Der Anfang ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig – aber dann. Einfach nur gut. Ein Song, den man 10mal hintereinander hören könnte, ohne daß er auch nur im Ansatz nervt.
Der Nachfolger Fragile Tension erinnert leicht an New Life und Just Can’t Get Enough, entwickelt sich aber eher Richtung Ballade. Mit Little Soul bleibt man dann gleich auf der Balladenspur. In Sympathy ist dann wieder etwas heftiger. Nicht schlecht, aber auch nichts Besonderes. Ein typischer Depeche Mode-Song eben.
Dafür geht es mit Peace wieder aufwärts. Am Anfang erwartet man noch einen aggressiven Song à la Ultra, doch dann wird man schnell eines besseren belehrt und der Song wandelt sich zu einer wunderbaren Ballade im Stile der alten Depeche Mode. Einfach wunderschön und einer der besten Songs der Platte (nicht umsonst wird das Stück demnächst als zweite Single ausgekoppelt werden). Nach diesem leichten Song wird man von der Soundwand eines Come Back fast erschlagen. Das Stück ist etwas schräg und ziemlich thrashig und ist eher einer der nicht ganz so gelungenen Songs.
Dem Namen entsprechend gibt es anschließend mit Spacewalker ein etwas abgespactes, in höheren Sphären schwebendes kurzes Instrumental, während dem man die Klänge von Come Back von sich abschütteln kann, bevor man mit Perfect wieder einen schön groovenden, etwas düsteren aber richtig guten typischen Depeche Mode-Song vor der Nase hat.
Auch Miles Away/The Truth Is ist mit seinem leicht countrymäßig angehauchten Groove zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber dennoch ein guter Song, der die modernen Depeche Mode repräsentiert. Jezebel dagegen ist eine eher langweilige und poppige Ballade. Doch zum Glück gibt es mit Corrupt zum Schluß nochmal einen richtigen Depeche Mode-Song. Auch wenn der nicht ganz so gut ist. Das Stück klingt dann in mehrere Minuten Stille aus, bevor die Band uns nochmals mit einigen Synthklängen beglückt.
Im Vergleich zu den vorangegangen Alben ist Songs Of The Universe wieder ein deutlicher Schritt nach vorne, allerdings sind mit Wrong und Peace gerademal zwei wirklich gute Songs auf dem Album. Der Rest ist zwar auch nicht schlecht, aber irgendwo fehlt so das letzte Quentchen, das den Funken überspringen läßt. Insgesamt jedoch ist die Platte weit von einer Enttäuschung entfernt.
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[7 von 10]
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Autor: Tyr (05.05.2009)
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