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Powerwolf

Bible Of The Beast





Metalbalde [3984-14734-2] (24.04.2009)

Tracklist:
01. Opening: Prelude To Purgatory
02. Raise Your Fist, Evangelist
03. Moscow After Dark
04. Panic In The Pentagram
05. Catholic In The Morning...Satanist At Night
06. Seven Deadly Saints
07. Werewolves Of Armenia
08. We Take The Church By Storm
09. Resurrection By Erection
10. Midnight Messiah
11. St. Satan´s Day
12. Wolves Against The World
Genre: Power Metal

Gesamtspielzeit: 47:46

Web: www.powerwolf.net

Nach knapp zwei Jahren kehren Powerwolf aus den rumänischen Wäldern zurück um ihr neuestes Werk, die Bible Of The Beast nach Europa zu bringen. Für ihre Anhänger zog sich die Wartezeit ins Unermeßliche, doch Songtitel wie Raise Your Fist, Evangelist, Catholic In The Morning…Satanist At Night und Resurrection By Erection klingen schon mal vielversprechend. Genau wie Opening: Prelude To Purgatory, das das Album äußerst episch mit vielen Chören eröffnet und den Hörer schon mal auf das hinweist, was ihn auf dieser Scheibe erwartet: Chöre, Chöre, Chöre.

Die wurden mal wieder mit nacktem Oberkörper eingesungen – denn nur so kann man die Vibes der Aufnahmen wirklich authentisch auf die Scheibe pressen (empfehlenswert hierzu die Bilder auf der bandeigenen Myspace-Seite ). Und das ist den Wölfen – wieder einmal – äußerst gut gelungen. Schon der erste Song, Raise Your Fist, Evangelist überzeugt mit den typischen Powerwolfqualitäten und konnte auch schon live beweisen, daß er alles andere als schlecht ist.

Auch der direkte Nachfolger Moscow After Dark ist ein Song allererster Güte. Attila Dorn setzt seine Stimme variabel wie nie ein, unterstützt von den halbnackten Chören. Aber auch instrumental ist der Song top und wird live sicher eines der großen Mitsingsstücke. Panic In The Pentagram klingt vom Titel her zwar etwas holprig, auf den Song trifft dies jedoch ganz und gar nicht zu. Im Gegenteil, dem wahren Anhänger des Wolfes wird die Melodie sehr bekannt vorkommen. Denn das Stück ist die thematische Fortsetzung von Saturday Satan, was man auch deutlich hören kann. Daneben beinhaltet der Song diverse Lebensweisheiten, die in unmögliche Reime verpackt sind. „Pentagram – what have I done – satanism ain’t no fun“ tut fast schon weh, allerdings sind das durchaus wichtige Dinge, „die ja auch mal gesagt werden müssen“, um Gitarrist Matthew Greywolf zu zitieren.

Also liebe Satanisten, hütet euch vor dem wütenden Wolf. Ihr könnt ihm nicht entkommen, denn er entlarvt euch auch, wenn ihr vorgebt, brav katholisch zu sein. Der Song ist erfrischend schnell, hat aber durchaus einige chorale und dramatische Parts aufzuweisen. Gleiches gilt für Seven Deadly Saints, das fast schon progressiv klingt.

Bei Wherewolves Of Armenia gibt der Wolf nach einem epischen Anfang seine deutschen Wurzeln zu erkennen. Das recht thrashige Stück begeistert zudem mit einer Wiederbelebung der Dschingis Khan-Huh!-Ha!-Chöre. Auch dieses Stück wird live sicher ein Knaller. Bei We Take The Church By Storm setzt man ebenfalls auf eine Mischung aus deutschen und englischen Lyrics. Ansonsten ist es ein absolut typischer Powerwolfsong, bei dem man die ganze Zeit auf die In Blood We Trust-Parts wartet.

Trotz äußerst dubiosem Titel, der verdächtig an Turbonegro erinnert, ist Resurrection By Erection ein richtig guter Song geworden, der in Zukunft live wohl für Begeisterung sorgen wird. Gleiches gilt auch für die nachfolgenden Songs Midnight Messiah und St. Satan’s Day, wobei letzterer noch mit besonders genialen Chören und einem dramatischen Schluß glänzen kann.

Der letzte Song, Wolves Against The World, erinnert in seiner Melodramatik irgendwie an Manowars Warriors Of The World. Ansonsten ist es ein wirklich gutes Stück, das von Attilas Stimme dominiert wird. Zum Schluß klingt der Song und damit die Platte mit Donnergrollen, Regen und Wolfsheulen aus. Die Wölfe ziehen sich wieder zurück in die dunklen Wälder Transilvaniens um ihren nächsten Raubzug vorzubereiten.

Zurück lassen sie einmal mehr ein hervorragendes Album, das das Herz jedes Power Metal-Fans höher schlagen lassen sollte. Wer befürchtet, daß die vielen Chöre das Album überfrachtet wirken lassen könnten, liegt völlig falsch. Zwar wurden sie häufiger als je zuvor eingesetzt, jedoch so dezent, daß sie niemals stören. Im Gegenteil: ohne sie würde die Platte leer klingen. Powerwolf haben es einmal mehr geschafft, ein Album zu schreiben, auf dem sich nur starke bis sehr starke Songs befinden. Und livetauglich sind die Songs allemal; Wolves Against The World könnte die neue Bandhymne zum Konzertabschluß werden. Einmal mehr muß man den Wölfen bescheinigen: Alles richtig gemacht. So bleibt uns jetzt nur noch eines: Laßt uns mit dem Wolf heulen! Aaaaaauuuuuu!
     [9 von 10] Autor: Tyr (27.04.2009)




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